D-Day – die erbitterten Gefechte am Atlantikwall

Es war das kühnste Kriegsunternehmen der Geschichte: Vor 60 Jahren, am 6. Juni 1944, begann in der Normandie der Angriff der alliierten Westmächte auf die «Festung Europa».

Im Morgengrauen jenes Tages sahen sich Hitlers Wachtposten einer gewaltigen Armada von über 4000 Schiffen gegenüber, die überraschend aus dem Nebel auftauchten.
Rund 150‘000 amerikanische, britische, australische und kanadische Soldaten wurden dabei von Südengland an die nordfranzösische Küste übergesetzt.
Die Landung, die als der «längste Tag» in die Geschichte einging, kostete die Alliierten 8500 Mann. Fast ebenso viele deutsche Soldaten liessen auf den blutdurchtränkten Stränden am Atlantikwall ihr Leben.

Robert Capa: Fotograf der «ersten Welle»
Robert Capa gehörte als einziger Fotograf bei der Landung in der Normandie zur so genannten ersten Welle (die Soldaten, die als erste am Omaha Beach an Land gingen). Von den 106 Fotos, die er dort schoss, wurden bis auf zehn Exemplare alle in der Dunkelkammer versehentlich vernichtet. Steven Spielberg, stützte sich bei der Anfangsszene von «Der Soldat James Ryan» Bild für Bild auf diese Aufnahmen. Capas Fotos sind hier anzusehen:
www.magnumphotos.com

Omaha Beach: Deutsche Sicht der Ereignisse
Als der Morgen graute, sah der deutsche Schütze Franz Gockel am Omaha-Strand draussen auf dem Meer eine «schwarze Wand, die sich auf uns zuschob».
«Jetzt können wir uns nur noch so teuer wie möglich verkaufen», dachte der 18-Jährige. 60 Jahre später schildert er seine Erlebnisse in dem kürzlich erschienenen Buch «Das Tor zur Hölle». Ein Abriss der D-Day-Geschehnisse aus deutscher Sicht findet sich auch unter
www.stern.de/politik/historie

Omaha Beach: US-Sicht der Ereignisse
Der Omaha Beach ist am 6. Juni 1944 zum Massengrab amerikanischer Soldaten geworden. Weil die deutschen Bunker auf einer Anhöhe lagen und die Schützen dadurch freie Sicht hatten, kam die Landung dort einem Selbstmordkommando gleich. Viele Soldaten starben, bevor sie die Landungsboote überhaupt verlassen konnten. Unter folgender Adresse finden Sie Augenzeugenberichte und Fotos von den Ereignissen am Omaha Beach:
www.softwhale.com

D-Day revisited: Reisen ins einstige Kriegsgebiet
Verschiedene Veranstalter bieten Normandie-Touren an, auf welchen die Schauplätze des D-Day besichtigt werden können: Omaha Beach, die deutschen Bunker entlang des Atlantikwalls oder die legendäre Kirche des Dörfchens Sainte-Mère-Eglise, wo vor 60 Jahren ein alliierter Fallschirmjäger am Kirchturm hängen blieb. Heute baumelt übrigens eine Puppe samt Fallschirm als Mahnmal vom besagten Kirchturm.
www.overlordtour.com
www.gms-reisen.ch

20min.ch, 1.6.2004